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Kompetenzfeld
Verstärken, instand setzen, gestalten: Alles, was sich auf den Erhalt und Schutz von Beton- und Bauwerksoberflächen bezieht – von der Spritzbetonschale bis zum Oberflächenschutzsystem.

01 · Betoninstandsetzung
Eine flächige Reprofilierung mit Spritzbeton, Spritzmörtel oder Ortbeton vergrößert die Betondeckung, stellt ein neues Oberflächenprofil her oder verstärkt den Bauteilquerschnitt.
Horizontale Flächen reprofilieren wir mit Ortbeton, vertikale oder geneigte mit Spritzbeton bzw. Spritzmörtel. Zum Einsatz kommen zementgebundene Mörtel und Betone mit oder ohne Kunststoffzusatz, Spritzbeton nach DIN 18551, Beton nach DIN EN 206, Zementmörtel und SPCC. Bei trinkwasserberührten Flächen berücksichtigen wir zusätzlich die Vorgaben des DVGW.
Wir spritzen im Trocken- oder Nassspritzverfahren. Den Untergrund bereiten wir je nach Anforderung durch Strahlen mit festen Strahlmitteln, Hoch- oder Höchstdruckwasserstrahlen vor.
Spritzbetonoberflächen lassen sich steinmetzmäßig bearbeiten – stocken, scharrieren, flammstrahlen –, mit Pigmenten farblich gestalten und über angepasste Rezepturen in nahezu jede Form bringen. Für höchste Ansprüche setzen wir UHPC (Ultra High Performance Concrete, ultrahochfester Beton) ein, den wir mit unserem eigenen Mischmobil direkt vor Ort herstellen.
Fehlstellen und Ausbrüche schließen wir – je nach Größe und Lage – von Hand oder im Spritzverfahren, wenn keine zusätzliche Betondeckung nötig ist. Eine Haftbrücke verbessert den Verbund zum Untergrund. Als Reparaturmörtel dienen kunststoffmodifizierte, zementgebundene Mörtel: PCC I für waagerechte und schwach geneigte Flächen, PCC II für senkrechte Flächen und über Kopf, großflächig auch im Spritzverfahren als SPCC.
02 · Betoninstandsetzung
Oberflächenschutzsysteme schützen Beton dauerhaft vor Wasser, Schadstoffen sowie mechanischer und chemischer Beanspruchung.
Nach der Richtlinie des DAfStb (Rili SIB) werden sie in die Systeme OS 1 bis OS 13 eingeteilt; die ZTV-ING beschreibt mit OS-A bis OS-DII nahezu gleiche Festlegungen. Innerhalb dieser Systeme unterscheidet man:
Flächen im Bereich wassergefährdender Stoffe müssen nach dem Wasserhaushaltsgesetz regelmäßig überprüft und fachgerecht instand gehalten werden. Betreiber müssen dafür nach § 62 WHG Fachbetriebe beauftragen, wenn sie die Voraussetzungen nicht selbst erfüllen. Als solcher Fachbetrieb verfügen wir über Geräte, Ausrüstung und sachkundiges Personal – und führen das RAL-Gütezeichen Instandsetzung von Betonbauwerken.
03 · Betoninstandsetzung
Ein Bauwerk lässt sich von innen und von außen gegen eindringende Feuchtigkeit abdichten. Welches System passt, hängt von Bauwerk, Bauteil und Wasserbeanspruchung ab (DIN 18531 bis 18535).
Ist ein Bauwerk bereits durchfeuchtet, ordnen wir nachträglich eine Horizontal- oder Vertikalabdichtung an: durch Verkieselung gegen aufsteigende Nässe oder durch Vergelung als Dichtschleier. Wo es möglich ist, ist das Freilegen der Außenwände mit anschließendem Abdichtungsaufbau die fachlich sinnvolle Lösung – Erdarbeiten unter erschwerten Bedingungen führen wir selbst aus.
Voranstriche verbessern die Haftung der folgenden Schichten. Mineralische Dichtungsschlämmen setzen wir in Kombination mit Bitumendickbeschichtungen als Zwischen- oder Sockelabdichtung ein, kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtungen (KMB) gegen drückendes Wasser bis 3 m unter Geländeoberkante sowie an Fugen.
Mit der Abdichtung ist die Wärmedämmung zu berücksichtigen. Im Erdreich ist der Dämmstoff später kaum zugänglich – entsprechend hoch sind die Anforderungen. Bewährt hat sich etwa Schaumglas, das selbst bei drückendem Wasser dauerhaft funktionsfähig bleibt und häufig bei der Außenabdichtung erdangedeckter Trinkwasserbehälter eingesetzt wird. Je nach Fall ist auch eine Perimeterdämmung wirtschaftlich sinnvoll.
04 · Betoninstandsetzung
Ein großer Teil unserer Arbeit gilt historischen Bauwerken – Kirchen, Klöstern, Stadtmauern, Wasserbauwerken und Brücken. Hier sind besonders die Belange der Denkmalpflege zu berücksichtigen.
Schäden an Mauerwerk entstehen durch Ausdehnung, Schwinden, Deckendurchbiegung, Verschiebung oder Ermüdung, aber auch durch äußere Einflüsse wie Fundamentverformungen und Setzungen. Die Folge sind Risse und größere Ausbrüche.
Ein-, zwei- oder dreischalig? Welche Auffüllung im Kern, welche Festigkeit haben Mörtel und Stein, Natur- oder Kunststein? Wir führen umfangreiche, detaillierte Schadstellenkartierungen durch und definieren auf dieser Grundlage den Instandsetzungsbedarf. Besonderes Augenmerk gilt der Materialwahl: Trassprodukte, alkaliarme oder sulfatbeständige Mörtel?
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